Die Donnerstagsschocker


Wenn der Wirt "mitspielt" - dann geht's eigentlich überall

1995 begann es im Podium,
bis heute wurde manch' weitere Kneipe ruiniert

Die erste und nie vergessene Spielstätte der Donnerstagsschocker - kurz Doschocker - war das "Podium in Kettwig". Zum Leidwesen aller konnte Kettwig seine Souveränität nicht halten und wurde später eingemeindet. So lautete die offizielle Adresse:
Podium, Kirchtreppe, 45219 Essen-Kettwig.
Im Jahre 2000 - welch' besondere Zahl - musste das Podium leider geschlossen werden. Selbst Insider sind sich nicht einig, weshalb. Zum einen wird von der Mafia geredet, aber das ist albern. Zum anderen wird von den guten Umsatzzahlen der Doschocker gesprochen - logisch, es geht um Bier und Schnaps. Aber von guten Umsatzzahlen muss ja nun mal niemand seinen Laden schließen. Bleibt schließlich als einzig wahre Erklärung für das Aus des Podiums die Würfeltruppe "Die Donnerstagsschocker" selbst - haben Sie schon einmal einen Abend miterlebt, wenn die Doschocker aktiv waren? Sie würden es sofort verstehen!

  Das Podium in Kettwig zu seine besten Zeiten - vor dem Auftritt der x-ten Art "Dödelschocker"
Sendepause? - Nichts da!

Da tat sich was - kurz oberhalb der Kirchtreppe - also nur wenige (Fuß-)Meter Unterschied. Lokal ganz nett - man(n) kann was d'raus machen. Wirt unbekannt - doch neu, fremd und damit vielleicht formbar. Weniger schnell gedacht als getan, wechselte die Corona das Ambiente. Naturverbunden ist inn, also ab in den Kirschbaum (Hauptstraße, Kettwig).
Logisch, denken Sie? Nichts da. Es handelt sich bei den Doschockern nicht um fußkranke Taugenichtse! Taugenichts ja, aber auf den Füßen und Beinen sind sie eigentlich (bisher noch) recht gut unterwegs - eigentlich (er-)kennen sich alle früher oder später beim/vom Fußball-Spielen bei Blau-Weiß-Mintard.
Aber bequem wird man im Alter doch - spart man(n) sich jetzt das Treppenherauf- und -heruntergefalle.

Nach einem Jahr erinnerten sich die Jungs dann tatsächlich noch einmal ihrer Anfänge - es gab das Raue-Fest 2001.
Und so ergab sich schnell der lang gewohnte Weg zur Kneipe (Kirchtreppe, nur links statt früher rechts) und man gastierte ausnahmsweise vor der Stiege.
... schöne Zeiten erlebte man(n) im Kirschbaum!
Die richtige Wahl und der richtige Wirt!
Hatte man es doch endlich so weit gebracht wie zum Beispiel zum Jahresabschlusswürfeln 2001!
Und aktuell? Tja, die Do-Schocks haben es mal wieder geschafft und sind sich keiner Schuld bewusst. Das Lokal Kirschbaum schließt, der liebgewonnene Wirt Roland feiert am 17.8.2002 seinen Abschied (ohne Konkurs gemacht zu haben!!!) und unsere Würfeler stehen wieder auf der Straße. Während klar ist, dass Roland weiß, womit man seinen Lebensunterhalt verdienen kann - er erweckt das Schloss Westerholt in Herten zu neuem Leben -, sind die Kettwiger Schocker vorerst ratlos und verweilen zunächst einmal wieder in der Stiege, linksseitige Kirchtreppe (von oben gesehen), 45219 Essen-Kettwig.
Aber schon bald soll wenigstens die Umgebung gewohnt bleiben - der neue Pächter des Kirschbaum wurde zwar von einer Abstandzahlung an Roland verschont, aber schon intensiv auf seine kommende Donnerstagsaufgabe vorbereitet.
Nun ist wieder alles in Ordnung - der neue Kirschbaum-Wirt "spielt" mit und hat bereits sein erstes highlight hinter sich gebracht. Das Jahresabschlusswürfeln 2002 konnte ohne Verlustmeldungen mit der Chronik der Ochsigkeiten abgeschlossen werden.  
 
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